Midlife Chance statt Midlife Crisis

Mental-Coach und Psychologische Beraterin Sandra Manich bearbeitet mit ihren KlientInnen oft ein bestimmtes Thema: Die „berufliche Midlife Crisis“ und wie man es schafft, aus dieser unangenehmen Situation eine „Midlife Chance“ zu machen.

Als Diplom-Mental-Coach und Psychologische Beraterin hat Sandra Manich ein Spezialgebiet erschlossen, das aus ihrer Erfahrung heraus viele Menschen persönlich betrifft: die – wie sie es nennt – „berufliche Midlife Crisis“. „Die Altersgrenze um die 40, bei der uns erstmals in unserem Leben Grenzen geistig und körperlich bewusst werden, stellt auch beruflich eine entscheidende Schwelle dar. Wenn wir mit unserer Arbeit nicht mehr zufrieden sind, wenn wir den Sinn darin nicht mehr sehen, wenn wir keine Wertschätzung dafür erfahren, so macht sich Unwohlsein breit. Wir fragen uns, ob es bis zur Pension wirklich so weitergehen soll. Haben wir bis dahin gewisse berufliche Ziele nicht erreicht, so beschleicht uns das Gefühl, dass wir rasch etwas ändern müssen, wenn wir sie noch erreichen und ein glückliches Leben führen wollen.“

 

Das Gefühl des Glücklichseins verändert sich laut einer 2008 nach einer weltweit durchgeführten Befragung am Darthmouth College in den USA erstellten Studie im Verlauf eines Menschenlebens U-förmig. Nach einer optimistischen Phase werden die Menschen immer unglücklicher, der Tiefpunkt liegt bei etwa 44 Jahren. In den darauffolgenden Jahren werden sie wieder glücklicher, mit 60 oder 70 vergleichbar mit einem 20-Jährigen – vorausgesetzt natürlich, sie sind bei guter Gesundheit. Mitte 40 ist demnach nicht wirklich das „beste Alter“, wie es so oft beschrieben wird.

Better life coach Sandra Manich hat es am eigenen Leib erlebt: Nach über 20 Jahren in der gleichen Branche war mit 45 die Luft draußen. Lange Zeit hat ihr der Job in der Werbung viel Spaß gemacht und sie erfüllt, aber dann kam der dringende Wunsch nach Veränderung. So fragte sich die ehemalige Vollblutwerberin immer öfter, ob das beruflich wirklich schon alles war und wie sie sich jeden Tag aufs Neue motivieren kann. Dazu kam eine Doppelbelastung als working mum und zeitgleich engagierte Teamleiterin in der Werbeagentur. Als sie sich dann eines Morgens nicht wohl fühlte und unter starkem Herzrasen litt, war für sie klar: Es muss sich etwas ändern. Aus dem „Hobby“, Freunde und Kollegen zu fordern und zu fördern, wurde eine neue Berufung – der insgeheim schon lange gehegte Wunsch als Coach zu arbeiten, nahm konkrete Formen an. Die studierte Kommunikationswissenschaftlerin absolvierte erfolgreich eine mehrjährige Ausbildung zur Mental-Trainerin, zum Mental-Coach und zur Psychologischen Beraterin (Lebens- und Sozialberaterin) und kommt seit April dieses Jahres in einem Praxiszentrum in Wien ihrem Traum vom Coaching nach. Viele ihrer Klienten sind Menschen, denen es ähnlich geht wie ihr ein paar Jahre zuvor.

 

Wenn man dem aktuellen Job ganz und gar nichts Positives mehr abgewinnen kann, so ist es laut Expertin Manich hilfreich, das eigene Leben zuerst einer Inventur zu unterziehen und sich dann 

Fragen zu stellen (und ehrlich zu beantworten!) 

 

wie zum Beispiel:

- Wie möchte ich in 10 Jahren leben? Wie in 20?

- Wofür bin ich überhaupt geschaffen, abgesehen von dem, was ich bis jetzt gemacht habe?

- Was hat mir schon als Kind Spaß bereitet?

- Was würde mir den notwendigen Sinn im Leben vermitteln?

- Was würde ich auf meinem Weg zu einem neuen Beruf brauchen?

- Wie überwinde ich die Angst vor der Veränderung?

Was liegt noch vor mir? Was kann ich noch gestalten?

 

Wenn sich andererseits jemand im Durchleben einer beruflichen Krise dafür entscheidet, an seinem derzeitigen Job festzuhalten, geht es darum, wieder Freude an der Arbeit zu empfinden und ein gutes Lebensgefühl bzw. eine hohe Lebensqualität wiederzuerlangen. Hier kann ein individuelles Coaching durchaus helfen, aus der aktuellen Situation heraus neue Perspektiven und Möglichkeiten für sich zu entdecken.

 

Nicht nur die Unterstützung bei der Beantwortung dieser Fragen, auch die authentische Motivation ihrer KlientInnen liegt Sandra Manich besonders am Herzen. „Geld, Besitztümer und auch Beziehungen allein machen auf Dauer nicht glücklich. Glücklichsein hat viel mit Weiterentwicklung zu tun. Sie macht uns lebendig und lässt uns spüren: ‚Ich kann mich und mein Leben positiv verändern, ich habe es in der Hand‘. Manche Veränderungen in unserem Leben passieren automatisch, wenn wir zum Beispiel an unseren Körper oder das Wetter denken. Was nicht automatisch passiert, ist die Weiterentwicklung. Ich muss die Verantwortung für meine Entwicklung übernehmen, mir selbst die Freude am Leben erhalten. Darum geht es letztendlich und dabei unterstütze ich meine Klienten.“, so better life coach Manich. Anhand eines speziellen, mehrstündigen Prozesses sowie Methoden aus dem mentalen Training hilft sie jeder/m Einzelnen, ihre/seine Möglichkeiten zu erkennen und so umzusetzen, dass am Ende ein glückliches Leben wieder möglich ist. Schließlich haben wir – in Anbetracht unserer hohen Lebenserwartung – noch viel kostbare Zeit vor uns.

Sandra Manich

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